Leserbrief Windrad im Thal

Windräder im Thal

Stellen Sie sich vor: Sie essen, doch jeder dritte Bissen fällt von der Gabel direkt auf den Boden. Genau so ist es mit unserem Stromkonsum: Rund ein Drittel verpufft einfach, weil gar niemand das Gerät braucht, das da läuft. Das Licht brennt in leeren Räumen, Büros werden während des ganzen Wochenendes klimatisiert, und der stromfressende Elektroofen in der meist leer stehenden Ferienwohnung heizt von Herbst bis Frühling oder sogar ganzjährig durch. Dafür heizt der nicht mehr zeitgemässe Elektroboiler zu Hause fröhlich weiter, wenn die Familie in der Ferienwohnung ist. Betrieb ohne Nutzen heisst diese Art von Verschwendung.

Nicht zuletzt profitiert das Klima, weil wir durch Effizienzsteigerung weniger CO2 ausstossen.

Stand-by. Diese Bereitschaft kostet Strom – in vielen Fällen mehr als nötig. Laut der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (SAFE) fällt auf den Stand-by-Modus in einem durchschnittlichen Haushalt zehn Prozent des Stromverbrauchs. In der Schweiz sind das jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht dem Verbrauch aller Firmen und Haushalte der Stadt Zürich oder einem Viertel der Stromproduktion des Kernkraftwerks Gösgen.

Es gibt andere Möglichkeiten sich gegen Windräder und AKWs zu wehren. Ganz einfach. Wir müssen Energie sparen. Effizient mit den Energien umgehen. Wir leben xmal im Überfluss. Wir können persönlich schon bei: Licht, Unterhaltungselektronik und PC, Backen und Kochen, Kühlen und Gefrieren, Kleider Waschen, Geschirr spülen, Heizen und Wärme, Hygiene und Wasserverbrauch, Kühlen, Lüften, Kleingeräte Strom, Energie sparen. Und wir verlieren nichts am Wohlstand, könnte sogar gehoben werden. Zusammen werden wir den Wohlstand nicht verlieren. Der Umgang mit unseren Energieträgern ist wichtig. Energiesparen, Stromsparen heisst auch Öl sparen.

Finde es gut, dass man sich für den Naturschutz und gegen Windräder im Thal einsetzt. Schade, dass diese Personen sich auch nicht gegen AKWs so einsetzen. Ihr seid Menschen, wie ich, die die Hochkonjunktur miterlebt und mitgestaltet habt. Wir sind ein Teil dieser Entwicklung zur Leistungs- und Konsumgesellschaft, diesem Kapitalismus. Wir sagen ja zur Technik, die viel erleichtert, aber auch viele Arbeitsplätze abschafft. Wie viel Unnötiges produzieren wir auf dieser Erde (Made in China).

Liebe Naturparkschützer. Geht bitte auf die Menschen zu und motiviert sie zum Energie sparen. Gebt den Jungen wieder Plätze, wo sie sein dürfen. Damit schützen wir Menschen die schreiende Jugendliche bei Spiel (Lärm!!) nicht ertragen. Vielleicht mindert dadurch auch der Medienkonsum. Wir müssen sofort umdenken. Wir sollten dies schon lange. Und nehmen wir uns doch wieder Zeit. In dieser Zeit, wo wir uns Zeit nehmen und ruhen, verbrauchen wir auch keine unnötigen Energien und belasten die Umwelt nicht.